Erste Hilfe Outdoor

Oder: die meisten Unfälle passieren an Land…

Egal wo – jeder der draußen aktiv ist, möglicherweise auch etwas weiter von der Zivilisation entfernt, muss sich mit möglichen Ernstfällen auseinandersetzen. Gut, wenn man dann darauf vorbereitet ist!

An diesem Workshop-Tag, den wir schon zum wiederholten Male mit der Outdoor-Schule Süd aus Freiburg ausrichteten, standen neben der Behandlung der konkreten Unfall-Beispiele auch das Management eines Unfalls und der Gruppe auf dem Programm:

Wer kümmert sich um den Verletzten?

Wer organisiert Hilfe?

Wer sorgt dafür, dass die Helfer nicht selbst in Gefahr kommen?

Was mache ich mit dem Rest der geschockten Gruppe?

Wir sind der Meinung: nur wenn man das mal probiert hat, den Stress erlebt hat und das auch immer mal wiederholt, dann ist man für eine Echt-Situation gut gerüstet.

Wir haben schon mehrfach solche Kurse gemacht und haben zum Glück unser Wissen noch nie anwenden müssen. Und trotzdem werden wir uns sicher auch in Zukunft regelmäßig wieder solch einem Training aussetzen.

Es ist wie mit den Versicherungen: man hofft, dass man sie nie braucht, aber man hat sie und hält sie aktuell!

Vielen Dank an Sascha und Jana für eure überzeugenden Unfälle, die glücklichen Spontan-Heilungen danach und für die fachlich fundierte Durchführung dieses Trainings!

http://www.outdoorschule-sued.de

Fels & Wasser

Neulich… vor 10 000 Jahren…

Es muss ein ordentliches Getöse gegeben haben, als vor ziemlich genau 10 000 Jahren in  der Vorderrheingegend der Flimser Bergsturz stattfand. Geologisch gesehen ein extrem junges Ereignis! Die unglaubliche Menge von etwa 10 Kubikkilometern Fels stürzte damals ins Tal und veränderte in diesem Moment drastisch das Gesicht der Gegend. Dieser größte alpine Bergsturz staute enorme Seen an, die später wieder abflossen. Vorder- und Hinterrhein, die sich allmählich wieder Richtung Talgrund durchspülten – und heute immer noch nicht auf dem ursprünglichen Niveau angekommen sind – gestalteten die spektakuläre Landschaft, wie wir sie heute kennen und staunend genießen.

Bei unserem Wochenende „Fels&Wasser“ in der Gegend um Flims (CH) erlebten wir hautnah gleich zwei eindrucksvolle Facetten dieses Naturereignisses:

Der Klettersteig „Pinut“, dessen Routenführung direkt an der Abrissflanke von Fidaz aus nach oben auf den Flimserstein führt. Genau dort, wo damals der Fels nachgab. Insgesamt fast 800 Höhenmeter sind zu überwinden, bevor man unter sich eine dicht bewaldete, unübersichtliche Hügellandschaft mit Seen liegen sieht. Nicht weit dahinter recken sich majestätische Berge in die Höhe. Unerschütterlich – sollte man meinen. Im Wald verborgen eine wilde Schlucht, „Ruinaulta“ – die Rheinschlucht.

Dorthin führte uns die Kajaktour am nächsten Tag. Tief, tief unten entlang – der Fluss hat sich hier schon wieder bis zu 400 Meter weit in die abgerutschte Bergsturzmasse eingegraben. Eine fantastische, schon fast surreal zerklüftete Schlucht mit blendend weißen Kalksteinklippen ist entstanden. Es ist zwar Wildwasser, jedoch im einfacheren Schwierigkeitsgrad. Somit bleibt auch aus dieser Perspektive genügend Gelegenheit, die Bühne dieses geologischen Großereignisses zu bestaunen.

Wildwasser – Kurswoche Slowenien

Eine Woche Postkartenkitsch: blendend weißes Gestein – schroffe, wilde Berge – strahlender Sonnenschein – kristallklares, smaragdgrünes Wasser (das eiskalt sieht man ja auf den Postkarten zum Glück nicht)

Das war unsere Kurswoche an der Soca!

Im Camp Liza in Bovec hatten wir unser Quartier aufgeschlagen und konnten von dort  – häufig direkt ab dem Campingplatz – die verschiedenen Abschnitte befahren. Bei sehr niedrigen Wasserständen konnten sich alle voll auf ihre Technik konzentrieren und die verschiedenen Gruppen bekamen immer ein maßgeschneidertes Tagesprogramm.

Nicht zu vergessen natürlich das gemütliche Lagerleben mit Gruppenküche und Lagerfeuer. Die Kochteams haben sich richtig ins Zeug gelegt und es entstand ein regelrechter Wettbewerb nach dem leckersten Abendessen.

Leider war die Woche viel zu schnell vorbei – der nächste Aufenthalt dort ist aber sicher!

Nasvidenje = Auf Wiedersehen!

Sicherheitstag – Praxis

Nachdem wir im Januar in der Theorie bereits das Thema Sicherheit aufgefrischt und vertieft hatten, ging es im April dann nach draußen, um alles in der Praxis zu erleben.

Von Wurfsackübungen, Verhalten in der Gruppe, Kommunikation / Zeichen am Bach, richtigem Schwimmen im Wildwasser bis hin zu „waschechten“ Rettungsaktionen – wir haben sehr viele Aspekte vertieft und geübt, um gut in diese Paddelsaison einsteigen zu können.

An den Isteiner Schwellen haben wir dafür ein perfektes Übungsgelände – und das Wetter hat auch super mitgespielt.

Nach diesem Tag wissen wir alle, wie wir uns richtig am Bach verhalten, um Ernstfälle gar nicht erst eintreten zu lassen, und falls es doch mal passiert, wie wir uns gegenseitig schnell und souverän helfen können.

Es ist echt ein gutes Gefühl, mit einem Team zusammen unterwegs zu sein, von dem man weiß, dass man sich auf alle verlassen kann!

Nikolausgrillen

Im Sommer grillen kann doch jeder!

Da wir als Paddler wetterfest und Outdoor erprobt sind, ging es am Nikolaustag nach Elbenschwand auf die Buckhütte (sehr zu empfehlen!) zum Nikolausgrillen.

Nach einer mystischen Nebelwanderung durch die Dämmerung hieß es schnell noch Grill und Schwedenfeuer anzünden und ab mit den leckeren Sachen auf den Grill und das Stockbrot über die Flammen halten. Der Glühwein dampfte schon auf dem Brenner nebenan. Nachdem alle gestärkt waren, gab es beim Schrottwichteln noch ein paar Trainingseinheiten für die Lachmuskeln.

Später – erst einiges später – sind wir dann doch endlich in die Hütte gegangen um den Abend am gemütlichen Bullerjan-Ofen ausklingen zu lassen.

Wiederholungs-Faktor: 100%

Fels & Wasser

Nach dem guten Anklang im letzten Jahr war dieser Programmpunkt auch für 2014 fest gesetzt. Unsere Ausfahrt führte uns wieder für 2 Tage ins Departement Doubs ins französische Jura.

Bei wunderschönem Herbstwetter machten wir uns in einer bunt gemischten Truppe (Junge Familien, Wassersportgruppe) mit Kajaks, Kanadiern, Faltboot, Schlauchkanadiern und Topoduo auf die Flussetappe von Quingey nach Rennes-sur-Loue. Die Loue ist dort ein gemütlicher Wanderbach, der durch gelegentlichen Naturwehre etwas Würze bekommt. Aber auch für Kanuunerfahrene ist die Strecke gut machbar. Mit einer zünftigen Pasta-Party am Abend konnten wir die Reserven nach diesem spannenden Tag wieder aufzufüllen und den Abend ließen wir beim Lagerfeuer am Campingplatz ausklingen.

Am Sonntag stand der Klettersteig „Beaume Verneau“ in Nans sur Saint Anne auf dem Programm. Die Teilnehmer konnten sich zwischen der roten, knackigen Variante entscheiden, oder die blaue, einfachere Route wählen. Als gemütliche Alternative gab es noch die Rundwanderung zur Lison-Quelle.

Jeder Teilnehmer fand so „sein“ Programm und da alles den gleichen Start- und Endpunkt hat, gab es noch eine schöne gemeinsame Abschlussrunde mit vielen Ideen für die nächsten Ausfahrten.  Und so wie es aussieht, werden wir wohl im nächsten Jahr wiederkommen!

Infos zum Klettersteig

Sommerfest

Passend zu unserem Sommerfest schien die Sonne.

…naja – ist ja auch Sommer… könnte man sagen. Aber nachdem es die Wochen vorher fast ununterbrochen regnerisch und unbeständig war, war das nicht so sicher.

Aber wir hatten Glück und konnten auf einer Wiese neben der Wiese (Fluss!) in Höllstein unser Sommerfest mit Spiel-ohne-Grenzen abhalten. Das Kuchenbuffet war ratzeputz geleert und die Teilnehmer, die in zwei Gruppen gegeneinander antraten, waren gestärkt. Und los ging es. Gummistiefel-Weitschluppen, Paddel-Limbo, Paddel-Eierlauf, Neoprensocken-Wettschöpfen, Um-die-Wette-retten, Materialstaffel… bei den lustigen Spielen konnten alle teilnehmen und hatten riesig Spaß.

Das Ergebnis: das Team Paddel-Shredder gewann hauchdünn vor den Kehrwasser-Königen!

Ein gelungener Tag, den wir dann noch am nahe gelegenen Grillplatz ausklingen ließen.

Wiederholungsrisiko: 100%

Danke an alle, die so toll mitgemacht haben!

Eisfahrt in Taubergießen

Auch wenn es nicht wirklich Winter ist, ist es draußen doch nicht sooooo einladend.

Oder doch?

Aber klar – nichts wie raus und das neue Jahr auf dem Wasser begrüßen!

Zu unser ersten offiziellen Vereinsfahrt in diesem Jahr hatten sich immerhin 11 wetterfeste Paddler eingefunden. Nach individuellem Geschmack gab es Kajaks, Topoduo oder Kanadier als fahrbaren Untersatz und los ging es.

Der Nebel überzog das Naturschutzgebiet Taubergießen mit einer mystischen Stimmung und es war fast wie in einem unwirklichen Märchenwald. Auch wenn die Hände dann doch irgendwann von klamm zu kalt übergehen, war es ein toller Ausflug. Und alle sind trocken geblieben – das möchte man dann doch um diese Jahreszeit!

Erstbefahrung eines Straßengrabens

Am Dreikönigstag das Paddeljahr eröffnen mit einer Scouting-Tour auf dem Ill im Elsass.

Das war unser Plan…

Eigentlich ein gemütlicher Wanderbach, der landschaftlich wunderschön ist, und jetzt im milden Winter etwas mehr Wasser führt, so dass es doch eine zügige Fahrt werden könnte.

Leider nahmen wir in Illhäusern den falschen Flussarm, und landeten schließlich zwar auf Höhe des geplanten Pausen-Ausstiegplatzes, jedoch ca. 1 km weiter östlich.

Die Boote jetzt über den ganzen Weg schleppen?

Wir haben nicht lange überlegt…